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  ©Colli-Tech 2007
 
Tap Nostalgie

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Brenda Bufalino

Brenda Bufalino wurde 1937 in eine musikalische Familie in Swampscott, New Hampshire geboren. Sie fing mit 4 Jahren das Tanzen an und lernte traditionellen Steptanz der 30er Jahre. Sie war mit sieben Jahren das jüngste Mitglied der Gruppe "The Strickland Sisters", die ihre Mutter und ihre Tante waren. Als Brenda 15 war, wollte sie "primitiv" tanzen und tanzte im Leoparden-Kostüm auf einer großen Trommel zum "Bolero" von Ravel. Man riet ihr, sich an Stanley Brown zu wenden, der zu dieser Zeit ein berühmter Tänzer und Choreograph war. Sie ging nach Boston, um bei ihm zu studieren. Schon bald tanzte sie in der Gruppe von Brown und trat auf Galas und in Nachtclubs auf. Nach einiger Zeit ging sie nach New York City und traf dort auf die revolutionäre Musik des Bebop. Sie verbrachte jede freie Minute in verrauchten Jazzclubs, um dort all die großen Jazzmusiker zu hören wie Max Roach und Clifford Brown. Sie studierte für eine kurze Zeit mit Honi Coles, als er ein Studio mit Pete Nugent hatte. Seine Phrasierung war für sie so revolutionär wie die Musik dieser Zeit.

Brenda tritt auf und unterrichtet überall in den USA, in Israel, Deutschland, Italien, England, Frankreich und kürzlich auch in Australien. Sie wirkte als Gastsolistin in anspruchsvollen Theatern mit, wie z.B. Carnegie Hall, Avery Fisher Hall, Apollo Theater, Brooklyn Academy of Music, Smithsonian Institute und Kennedy Center in Washington, D.C. Sie arbeitete mit dem legendären Steptänzer Charles "Honi" Coles zusammen und tourte mit ihm durch die USA, England und Frankreich. Sie waren engagiert für diverse Fernsehproduktionen, wie z.B. BBC Television in England und im Kabelfernsehen für "Atlantic City Live". Sie choreographierten das "Morton Gould Tap Concerto", das sie live mit dem "Brooklyn Philharmonischen Orchester" und mit dem "Norwalk Symphonie-Orchester" aufführten.

Als bahnbrechende Wegweiserin der Wiedergeburt des Jazz- und Steptanzes war sie eine der führenden Kräfte bei der Verwirklichung zahlreicher weltweiter Steptanz-Festivals, Konferenzen und Workshops.

Sie hat sich auch als Autorin, Schauspielerin, Produzentin und Direktorin einen Namen gemacht. Erst kürzlich schrieb sie das Vor- und Nachwort für das im Frühjahr 1994 wiederaufgelegte Buch "Jazz Dance". Ihre One-Person-Shows "Cantata and the Blues", "Journals of a Woodpecker" und "Unaccompanied" haben das Publikum in New York und auf Tournee in den USA und Übersee begeistert. Sie hat in der Off-Broadway Produktion "The Courtroom" mitgewirkt, die von Bill Irwin inszeniert wurde. Sie produzierte und inszenierte den preisgekrönten Dokumentarfilm "Great Feats of Feet" über die "Copasetics", die Altmeister des Steptanzes.

Ihre Choreographien wurden bereits von zahlreichen anderen Steptanz-Kompanien aufgeführt, wie z.B. von Rhythm & Shoes, Tappers with Attitude, den Jefferson Dancers und den Manhattan Rhythm Kings. Darüberhinaus erhielt sie für ihre Choreographien bereits Stipendien vom "National Endowment for the Arts" und von der "New York Foundation for the Arts".

Anmerkung des Direktors

Als Solistin, Darstellende Künstlerin, Lehrerin und Choreographin habe ich sehr viele Orte auf der Welt bereist. Es scheint mir, daß hinter diesen globalen Abenteuern eine höhere Absicht lag und die Zeit es zum Vorschein bringen würde. Steptanzen, unterrichten, Rhythmen kreieren, sich vereinen mit den Rhythmen der Welt. Rhythmus ist warm wie ein Feuer, das uns zusammenbringt von Jerusalem bis Nürnberg/ Fürth, von Estland bis zur Türkei. Als die TänzerInnen, die ich unterrichtet habe, sich weiterentwickelten und anfingen, mich in meiner Solo-Show zu begleiten und ihre eigenen Konzerte zu produzieren mit klarem und individuellem Ausdruck, wurde es offensichtlich, daß es Zeit war, das International Tap Dance Orchestra (ITDO) zu gründen, um sich zu vereinen mit den Rhythmen der internationalen Steptanz-Gemeinschaft.
Brenda Bufalino

  

Über das American Tap Dance Orchestra

Dirigiert und choreographiert von der von Kritikern anerkannten Steptänzerin Brenda Bufalino, ist das American Tap Dance Orchestra (ATDO) ein Ensemble von Tänzerinnen, unterstützt von Sängern und Musikern, das sich engagiert mit einer der wenigen einheimischen amerikanischen Kunstformen beschäftigt. Das ATDO präsentiert ein völlig neues Konzept im zeitgenössischen Steptanz: Ensemble-Steptanz in Orchesterform.
Die Füße der TänzerInnen sind ihre Instrumente; mit ihren Füßen kreieren sie ein Spektrum an musikalischen Tönen und Rhythmen im Sinne eines konventionellen Orchesters. Gleich einem Instrumental-Solisten in einer Big Band leistet der einzelne Tänzer seinen eigenen virtuosen Beitrag zur Choreographie, so daß das Ganze aus der Summe der einzelnen Tänzer, mit ihren individuellen Stilen, entsteht.

Gegründet 1986, hat die Bühnen-, Konzert- und Filmarbeit des ATDO das Publikum auf der ganzen Welt begeistert. New York City Höhepunkte beinhalten: die PBS Fernseh-Dokumentation "Great Performances/Tap Dance in America", "A Night of Tap at the Apollo Theatre", das International Festival of the Arts at Central Park, den legendären Cotton Club, das Joyce Theatre und das Lincoln Center Out-of-Doors Festival. Das ATDO machte auch ausgedehnte Tourneen durch Arizona, Arkansas, Colorado, Florida, Illinois, Kansas, Maine, Montana, Nevada, New Hampshire, New York, Ohio, Pennsylvania, Tennessee, Texas, Utah, West Virginia und Wisconsin. Weitere ATDO Höhepunkte beinhalten das Atlanta Arts Festival, das Jerry Lewis Labor Day Telethon, das Utah Arts Festival und das Colorado Dance Festival.
Internationale Auftritte hatte das Ensemble in der Türkei, Zypern, Polen, dem Baltikum (durch das Kulturinstitut der Vereinigten Staaten) sowie beim Bermuda Arts Festival 1993.

Von 1989 bis 1995 etablierte und leitete das ATDO das "Woodpeckers Tap Dance Center" in New York City, das sich in kürzester Zeit zum renommiertesten lokalen, nationalen und internationalen Zentrum zur Erhaltung und Weitergabe der Kunst des Steptanzes entwickelte. Das Zentrum präsentierte ein durchgehendes Jahresprogramm mit Konzerten, Steptanz-Intensiv-Workshops, täglichem Unterricht, einem Kinderprogramm, Vorträgen, Improvisations-Sessions und Videovorführungen.

Über das International Tap Dance Orchestra

Steptanz ist eine einheimische amerikanische Tanzform, geboren aus einem Schmelztiegel der Kulturen. Obwohl in Amerika entwickelt, hat er sich in großem Umfang verbreitet. Inspiriert von der Internationalität der Kunst des Steptanzes gibt es nun viele professionelle SteptänzerInnen überall auf der Welt, die sich durch "Rhythm Tap" ausdrücken.

Unter der künstlerischen Leitung von Brenda Bufalino wurde mit dem International Tap Dance Orchestra (ITDO) nun das ursprüngliche Konzept des ATDO (American Tap Dance Orchestra), der Mutter-Kompanie, weiterentwickelt. Jeder Künstler, integriert in die Kompanie, bringt seine jeweiligen Eigenschaften an traditionellen und modernen Stilrichtungen seines Landes oder der Region seiner Herkunft in das Ensemble ein.
Die Choreographie für das ITDO hat, obwohl sie die Tradition umfaßt, die Idee von "Routines" und "Fünf-Minuten"-Unterhaltung erweitert in abendfüllende Darbietungen künstlerischer Arbeit. Konzeptionell entwickelte Themen, einem Symphonieorchester gleich, werden verwoben mit Fugen und Gegenrhythmen mit Atmosphäre und poetischer Qualität, die ein ganzheitliches Kunsterlebnis bieten.
Die Absicht des ITDO ist es, den Steptanz auf internationaler Ebene wieder zu integrieren und zu verbreiten. Zur Zeit beinhaltet das ITDO TänzerInnen aus Deutschland (Wuppertal, Nürnberg/Fürth, Stuttgart), Holland, Dänemark, Israel, Irland, Japan, Spanien, Frankreich sowie amerikanische Mitglieder des ATDO.

"Wenn man Brenda Bufalino glauben kann, wird es bald mehr SteptänzerInnen in Europa als in den USA geben. Das ist nicht zuletzt ihr Verdienst. Durch ihre unzähligen Workshops hat die amerikanische Stepvirtuosin und Choreographin eine große Rolle bei der Wiederbelebung der Kunst des Steptanzes gespielt. Sie hat einige der talentiertesten und ambitioniertesten TänzerInnen ausgebildet, modelliert nach ihrer amerikanischen Kompanie, die als eines der erfolgreichsten Steptanz-Ensembles in den USA gilt."
Westdeutsche Zeitung, 14. April 1994

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Eddie Rector

Es wird behauptet, daß Eddie Rector der beste Soft Shoe Tänzer war und den größten Einfluß auf die sogenannten "Class Act" Teams ausübte. Er wurde in Orange, New Jersey, in den späten 90er Jahren des letzten Jahrhunderts geboren.
Er fing als "Pick" in einem Act mit Mayme Remington an. 1914 trat er in der Rolle des "Red Cap Sam" in einer Version von "Dark Town Follies" auf. Danach traten er und sein Partner Toots Davis in verschiedenen Carnevals und bei T.O.B.A. auf.

Rector entwickelte seinen eigenen Stil, einige sagen, er hat den "Slap Step" erfunden. In jenen Tagen war man stolz, "Hoofer" genannt zu werden, was gleichbedeutend mit virtuoser Fußtechnik war.

Er war berühmt für seinen "Sand Dance" und den "Waltz Clog". 1928 übernahm er Bill Robinson’s Engagement in "Blackbirds" (da dieser ein besser bezahltes Engagement bekam) und kopierte den berühmten "Stair Dance" von Bill Robinson. Er arbeitete u.a. mit Duke Ellington im Cotton Club. Eine seiner speziellen Nummern war, auf einer riesigen Trommel zu steppen.

Er arbeitete bis in die frühen 50er Jahre hinein als Tänzer. Danach arbeitete er, wie viele andere auch, in einem Dienstleistungsberuf.
Er starb 1962, ohne miterleben zu können, daß sein Tanzstil einen großen Einfluß auf die spätere Generation ausübte.

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Carnell Lyons

Carnell Lyons gehörte, wie so viele amerikanische Jazzmusiker auch, zu den "Americans in Europe" und hat dadurch die Steptanz-Szene in Europa entscheidend beeinflußt und geprägt.

Carnell wurde am 6. August 1917 in Kansas City, Missouri, geboren und ist dort auch aufgewachsen. Kansas City war in den 30er Jahren eine Stadt, die voller Jazzmusik war und in der das Nachtleben mehr als in allen anderen Städten Amerikas blühte. Musiker wie Count Basie, Lester Young, Jay McShann und Charlie Parker spielten Nacht für Nacht in den unzähligen Clubs der Stadt.
Angeregt durch ein paar ältere Steptänzer, u.a. Jimmy McFadden von den "Chocolate Drops", trafen sich Carnell und die in der Nachbarschaft wohnenden Kinder in jeder freien Minute in einer kleinen Hütte auf dem Grundstück der Lyons-Familie und übten die neuesten Schritte und Techniken.

Mitte der 30er Jahre gründete Carnell zusammen mit seinen Freunden L.D. Jackson und Robert Wilson die Gruppe "The Three Businessmen of Rhythm", die der Start seiner Steptanz-Karriere war. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Chicago, wo sie im berühmten Club de Lisa auftraten, kamen sie im Jahre 1942 mit der Fletcher Henderson Big Band nach New York und hatten dort ein Engagement im Apollo Theater in Harlem. Die "Businessmen of Rhythm" tourten die nächsten 6 Jahre durch ganz Amerika und kamen 1947 mit der Show "Here, There and Everywhere" zum erstenmal auch nach Europa für ein mehrwöchiges Gastspiel im Londoner Palladium.

Nachdem sie sich 1948 aus persönlichen Gründen getrennt hatten, tat sich Carnell mit zwei Tänzern zusammen, deren Spezialität es war, Tabletts zu jonglieren und gleichzeitig zu steppen. Als "Jesse, James and Carnell", wie sie von nun an hießen, traten sie in den größten Theatern (u.a. Radio City Music Hall, New York) und in vielen TV Shows (Ed Sullivan Show, Jackie Gleason Show etc.) auf.

Als Jesse 1953 die Gruppe verließ, kam Carnell’s früherer Partner L.D. Jackson wieder in die Gruppe und sie änderten ihren Namen in "Jackson, James and Carnell". Mit dieser Gruppe kam Carnell 1955 erneut nach Europa und blieb hier bis zu seinem Tod. 1956 hatte das Trio einen Auftritt in dem deutschen Musikfilm "Liebe, Tanz und 1000 Schlager", in dem neben den Filmstars Caterina Valente und Peter Alexander auch ihr Steptanz-Kollege John Bubbles mitwirkte. Die Gruppe tourte mehrere Jahre durch Europa, bis sie sich im Jahre 1961 wieder auflöste.

Von da an begann Carnell’s Solo-Karriere. Er arbeitete in den 60er Jahren vorwiegend in Deutschland in den zahlreichen Clubs der amerikanischen Besatzungsmacht und im Berliner Friedrichstadtpalast, aber auch im europäischen Ausland. Anfang der 70er Jahre lebte und arbeitete er mehrere Jahre in Asien, wo ihm ein befreundeter Entertainer den Beinamen "Mr. Magic Feet" gab.

Ende der 70er Jahre ließ er sich in Berlin nieder und begann seine Tätigkeit als Steptanz-Lehrer. Er unterrichtete an verschiedenen Tanzstudios in Berlin und gab Workshops in ganz Europa. Berlin wurde zu einer Art "Zentrale" für Steptanz in Deutschland, und jeder, der ernsthaft an dieser Tanzform interessiert war, pilgerte immer wieder dorthin, um von Carnell den authentischen "Rhythm Tap" zu lernen.
Kurz vor seinem Tod hatte Carnell als Workshop-Dozent in Portland, Oregon, ein Comeback in Amerika und konnte in New York mit vielen bekannten Steptanz-Größen und Freunden seinen 75. Geburtstag feiern.
Er starb am 12. September 1992 in Berlin.

Inspiriert von seinem Idol Baby Laurence war Carnell einer der ersten, die den "Paddle and Roll", eine spezielle Steptanz-Technik, bekannt gemacht haben.
Carnell arbeitete während seiner Laufbahn mit vielen bekannten Stars zusammen, u.a. mit Nat King Cole, Louis Armstrong, den Andrews Sisters, Josephine Baker und Judy Garland.

Lon Chaney: "Carnell war immer derjenige, der die Gruppe zusammengehalten hat. Er hatte immer Arbeit. Er wußte, wie man einen Act zusammenstellt. Er hatte einen der besten Acts des Landes. Ich sah sie im Apollo Theater mit Count Basie und Duke Ellington, ich sah sie mit Lionel Hampton, mit allen Big Bands. Ich sah sie im Fernsehen, überall."

Anmerkung

Der Text über Carnell Lyons wurde von Klaus Bleis erfasst.

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King Rastus Brown

Gerüchten zufolge ist er entweder in Boston, Massachusetts oder in Louisville, Kentucky geboren. Slow Kid Thompson erzählt, daß er 1903 als Erwachsener nach New York City kam. Man hörte von ihm, als er 1910 einen "Buck and Wing" Tanzwettbewerb im Madison Square Garden gewann.

Er tanzte den "Sand Dance" und den "Cane Dance". Er konnte alles imitieren und beherrschte Tänze verschiedener Nationen: irische, holländische, schottische u.v.a. Man sagt, er tanzte eine Stunde und danach nochmal eine Stunde im Sitzen, was noch schwieriger ist, ohne einen Schritt zu wiederholen.

Er tanzte einen flachen Stil, nahe am Boden, die Bewegungen von der Hüfte abwärts, und es "swingte". Der "Time Step", den alle Steptänzer, Schüler wie Professionelle, tanzen, wurde von ihm entwickelt.
Sein "Stair Dance", den er von einem seiner Vorgänger übernommen hatte, ist ihm von Bill Robinson gestohlen worden, wie er sagte. Es schmerzte ihn, daß Bill Robinson mit diesem Tanz berühmt wurde und er selbst unbekannt blieb.
Wie lange er lebte, ist unklar. Eubie Blake erzählt, er ist in den späten 40er Jahren in New Haven, Connecticut, gestorben.

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King of the One-Legged Dancers, Peg Leg Bates

William "Peg Leg" Bates wurde in Fountain Inn, South Carolina, U.S.A., geboren. Er war der beste einbeinige Tänzer aller Zeiten. Als er fünf Jahre alt war, hatte er schon seine ersten Stepschritte erfunden und tanzte sie barfuß vor jedem, der zuschauen wollte.

Im Alter von zwölf Jahren arbeitete er in einer "Cotton-Seed Gin" (einer Mühle, in der Öl aus Baumwollsamen gewonnen wurde). Dort verlor er durch einen tragischen Unfall 1918 ein Bein bis 20 cm unter dem Knie.

Trotz alledem wollte er immer noch Tänzer werden. Bereits mit fünfzehn Jahren nahm er an Amateur-Shows teil und gewann jedesmal. Danach trat er in "Minstrel Shows" auf und wechselte nach einiger Zeit zu Carnevals und zur T.O.B.A. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere trat er im weißen Vaudeville und im Fernsehen auf. Er war einer der wenigen schwarzen Tänzer, die zu dieser Zeit oft in der damals berühmten Ed Sullivan Show auftraten.

Sein Erfolgsrezept war der Rhythmus, den er durch die Benutzung seines Holzbeines erzeugte. Wie andere Steptänzer auch, nahm er jeden guten Steptanzschritt auf, der ihm gefiel: "Wenn ich einen zweibeinigen Tänzer sah, der einen Schritt machte, der mir gefiel, kopierte ich ihn. Aber als ich diesen Schritt mit einem Bein tanzte, sah es ganz anders aus. Ich war sehr ergeizig und entwickelte sehr viele Stilistiken: Akrobatik, Rhythm Tap und "Leg-O-Mania". Ich wollte gut sein. Ich wollte besser tanzen als zweibeinige Tänzer, und in manchen Fällen war ich es auch!"

Er wurde nicht deswegen erfolgreich, weil sein Publikum Sympathie oder Mitleid für ihn und sein Holzbein empfand, sondern weil, wie er sagte, "I could lay down some iron". Er konnte alles: akrobatische Drehungen, eleganten Soft Shoe, Buck and Wing und eindrucksvollen Rhythm Tap – und das alles auf einem normalen Bein und einem Holzbein. Er zählt zu den besten Steptänzern, die je gelebt haben, und er hatte nie eine Tanzschule besucht.

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William Bill "Bo Jangles" Robinson

Bill war immer auf unerklärliche Weise verschwunden oder unabkömmlich, wenn es darum ging, mit King Rastus Brown eine Herausforderung auf irgendeiner Bühne zu haben. Nicht einmal im Hinterzimmer des Hoofers Club tauchte er auf, wenn King Rastus Brown anwesend war, was normalerweise nicht seine Art war.

Er spielte gerne Pool Billard im Vorderraum des Hoofers Club und verlangte absolute Ruhe, wenn er einen schwierigen Schuß hatte. Er verlor nicht gerne.

Geboren 1878 in Richmond, Virginia, begann er seine Karriere als "Pick" mit Mayme Remington, für 50 Cents pro Nacht. Mit zwölf Jahren war er mit einer Show auf Tournee und kam 1898 nach New York City und bekam dort einen Job am Minors Theater in den Kulissen. Später tanzte er in verschiedenen Restaurants auf Coney Island, spielte im Vaudeville mit seinem Partner George Cooper und tanzte im Ausland.

Er gewann den berühmten "Buck Dance" Wettbewerb in der Show "Old Kentucky" und kämpfte sich in einer Zeitspanne von über 30 Jahren nach oben.

Er wurde einer der wenigen Solotänzer im führenden "Keith Circuit", einer Theaterkette. Er verdiente damals 6.500 Dollar pro Woche im Vaudeville. Bis 1928 wurde er von der New Yorker Theaterwelt ignoriert. Erst mit dem Musical "Blackbirds" wurde er mit seinem "Stair Dance" im Alter von fünfzig Jahren über Nacht berühmt.

1930 ging er nach Hollywood und drehte 1935 den Film "The Little Colonel" mit Shirley Temple. Ins gesamt drehte er 14 Filme, davon vielen nur zwei aus dem Stereotypenrahmen: Stormy Weather, und One Mile From Heaven. Bis 1945 hatte er noch verschiedene Auftritte im Cotton Club und and anderen Theatern. 1930 ging er nach Hollywood und drehte 1935 den Film "The Little Colonel" mit Shirley Temple. Insgesamt drehte er 14 Filme, davon fielen nur zwei aus dem Stereotypenrahmen: "Stormy Weather" und "One Mile From Heaven". Bis 1945 hatte er noch verschiedene Auftritte im Cotton Club und in anderen Theatern.

Bill Robinson änderte den flachen Stepstil und tanzte fast alles auf den Ballen, wie beim irischen "Jig", aber es swingte und hatte eine unglaubliche Leichtigkeit.

Im Oktober 1949 wurde der "Copasetic Club" gegründet, eine Idee einiger seiner Freunde. "Alles ist copasetic" war der Lieblingsspruch Bill Robinsons und bedeutete so viel wie "alles ist in Ordnung". Im diesem Club fanden Benefizkonzerte statt, durchgeführt mit vielen großen Meistern.

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John Bubbles

Um 1920 kam einer der zukünftigen großen Meister in den Hoofers Club. Er war gerade 18 Jahre alt, genannt John Bubber Sublett, ein Sänger und Tänzer. Er wartete ungeduldig auf seine Gelegenheit und tanzte endlich unter der Beobachtung von Eddie Rector und einer Handvoll anderer Experten ein paar Schritte. Sie lachten ihn aus und sagten, er würde ihrem Boden weh tun. Er konnte es noch nicht mit ihnen aufnehmen.
Als Sänger hatte er einen Job in einem Circus, und in jeder freien Minute, zwischen seinen Nummern, übte er Steptanz. Nach einem Jahr kehrte er voller neuer Ideen und neuen Schritten zurück nach New York, geradewegs in den Hoofers Club, um endlich als Hoofer akzeptiert zu werden.

Geboren wurde er 1902 in Louisville, Kentucky, aufgewachsen ist er in Indianapolis. Mit acht Jahren arbeitete er schon an einer Choreographie mit einer seiner sieben Schwestern. Im Alter von zehn Jahren trat er mit dem sechsjährigen Ford Lee "Buck" Washington auf. Buck spielte Piano und Bubbles sang – "Buck and Bubbles". In kürzester Zeit spielten sie in allen möglichen Städten. In New York bekamen sie 1927 ein Engagement in Palace Theater. Viele Tänzer kamen, um sie zu sehen, darunter auch Fred Astaire. Buck and Bubbles übersprangen T.O.B.A. und arbeiteten über zwanzig Jahre zusammen.

Der neue Stil, den Bubbles 1922 kreierte, nennt man "Rhythm Tap". Er wechselte vom 2/4 Takt auf den 4/4 Takt und hatte somit doppelt so viel Zeit für seine neuen Ideen. "Er klang wie Coleman Hawkins", sagte Baby Laurence. Er brachte Schritte wie den "Cramp Roll" in die Steptanztechnik ein.

1931 spielten sie in der Broadway Show "Ziegfeld Follies". 1935 trat Bubbles in der Rolle des "Sportin’ Life" in der Gershwin-Oper "Porgy and Bess" auf. Später drehte er einige Filme in Hollywood, u.a. mit Judy Garland. Im Jahre 1956 trat er zusammen mit Carnell Lyons’ Trio "Jackson, James and Carnell" in dem deutschen Musikfilm "Liebe, Tanz und 1000 Schlager" (mit Caterina Valente und Peter Alexander) auf. 1958 sah man ihn öfters in der Peter Lind Hayes TV Show, 1961 im American Musical Theater und in einer Show in Las Vegas. 1964 hatte er ein Comeback im Alter von 62 Jahren mit Anna Marie Alberghette. Bubbles hatte einen Protegé namens Chuck Green, der mit dem Duo "Chuck and Chuckles" auftrat.

1967 hatte er einen Schlaganfall. Er starb in den 80er Jahren.

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Class Acts

"Class Acts" bedeutete: Man fügte dem Stepsound verschiedene Tanzstile hinzu, wie Eccentric, Acrobatic, Ballettbewegungen und vor allem weiche und graziöse Armbewegungen.

Coles and Atkins

"Niemand tanzte so langsam und gut wie ’Coles and Atkins’. Das Orchester spielte die Nummer ’Taking a Chance on Love’, als würde es die zweite Note der Melodie nie erreichen. Die Tänzer schreiten, gleiten und steppen mit legerer Eleganz, während sich die Melodie nach und nach entwickelt. Ihr Tanz hält die Melodie zusammen und macht sie gleichseitig fließend. Das Publikum im Apollo Theater ist begeistert!"

Coles und Atkins haben den Soft Shoe neu choreographiert, mit neuen Akzenten und erweiterten Bewegungen.

Honi Coles wuchs in Philadelphia auf, wo es viele Steptänzer gab und die Konkurrenz groß war. Als einer der "Three Millers" ging er 1931 nach New York City, wo er im Lafayette Theater auftrat. Die damalige Wirtschaftskrise zwang ihn, wieder nach Philadelphia zu gehen, da er keine weiteren Engagements bekam. Dies war der Wendepunkt seiner Karriere. Pleite aber zielbewußt schloß er sich zuhause in ein Zimmer ein und übte.

Zu dieser Zeit teilten die meisten Tänzer ihren Tanz in achttaktige Formen ein, meistens mit einem eintaktigen "Break" am Ende. Aber Honi versuchte längere Phrasen zu tanzen, über sechzehn Takte oder mehr. Indem er dies tat, beeinflußte er auch einen großen Jazzmusiker, Lester Young, der bei Count Basie Tenorsaxophon spielte. Als er 1932 nach New York City zurückkehrte, wurde er einer der Großen des Hoofers Club und hatte keine Schwierigkeiten, Arbeit zu finden. Von 1940 bis 1943 arbeitete er mit Cab Calloway. In dieser Zeit lernte er Cholly Atkins kennen, und sie wurden schnell Freunde.

Cholly Atkins wuchs in Buffalo auf und gewann dort einen Charleston Wettbewerb im Alter von zehn Jahren. 1935 war er Mitglied der "Rhythm Pals", ein Team, das es bis Hollywood schaffte, bevor es sich auflöste.
In Hollywood hatte Cholly die Gelegenheit, viele Choreographen bei der Arbeit zu beobachten. Besonders beeindruckt war er von den Nicholas Brothers, die zu dieser Zeit mit dem Choreographen Nick Castle an der weltberühmten Nummer "Chattanooga Choo Choo" arbeiteten. Er lernte eine Menge vom Zuschauen.

Er und ein paar Freunde machten damals Tonaufnahmen für Steptanz-Sequenzen von weißen Tänzern. Als er 1940 nach New York City kam, bekam er ein Engagement bei den populären "Cotton Club Boys" und half, den Act zu choreographieren.

Mitte der 40er Jahre verschanden die Class Acts langsam. Die meisten Big Bands, bei denen sie engagiert waren, lösten sich auf. Bebop, der neue Jazz-Stil, wurde von kleineren Bands gespielt, und zwar nicht mehr in großen Tanzsälen, sondern in Bars und Kneipen, wo kein Platz zum Tanzen war.

Nach dem Krieg bildeten Cholly und Honi ein Team und tanzten von 1945 bis 1949 mit einer Reihe von Big Bands. 1948 tourten sie mit großem Erfolg durch England. Über zwei Jahre lang tanzten sie in dem Broadway Musical "Gentlemen Prefer Blondes". Als die Show 1951 endete, fanden Coles und Atkins nur noch selten Arbeit und trennten sich. Coles eröffnete ein Stepstudio zusammen mit Pete Nugent und Atkins arbeitete als Trainer in der Katherine Dunham School.
1955 arbeiteten sie wieder für eine Zeitlang in Las Vegas zusammen und trennten sich abermals. Coles wurde Manager im Apollo Theater, Atkins ging zurück zu seiner Tätigkeit als Trainer und Choreograph.

1962 tanzten Coles und Atkins noch einmal ihren Soft Shoe beim Newport Jazz Festival. 1965, im Alter von 54 und 52 Jahren, traten sie eine Woche mit Billy Eckstine in Atlantic City auf. Dabei hatten sie die Möglichkeit, ihren Soft Shoe zu demonstrieren. Sie erklärten auch verschiedene Time Steps, Wings und Stile aus der Pioneer-Zeit des Steptanzes.

Ein paar Solo-Steptänzer tanzten in die sechziger Jahre hinein, während die meisten Duos oder Teams verschwanden. Cholly Atkins arbeitete Mitte der sechziger Jahre bei Motown Records in Detroit und choreographierte dort für Sänger und Gruppen. Honi Coles wurde wieder Manager des Apollo Theaters in New York City.

Coles und Atkins unterrichteten an allen großen Tap Festivals in U.S.A.
Cholly arbeitet heute immer noch als Choreograph.
Honi Coles starb im Dezember 1992 an den Folgen eines Schlaganfalls.

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Chuck Green

Chuck Green fing im Alter von sieben Jahren an aufzutreten. Er war von 1930 bis 1944 mit der "Chintz and the Ella B. Moore Show" auf Tournee. In Amerika, Australien und Europa trat er mit James Walker als "Chuck and Chuckles" auf. Sie wurden als die moderne Version von "Buck and Bubbles" verstanden. Chuck Green war der Protegé von John Bubbles aus dem Duo "Buck and Bubbles".

Er tanzte mit dem Duke Ellington Orchestra, Cab Calloway Orchestra, Fats Waller und mit Louis Armstrong und trat mit vielen anderen bekannten Künstlern auf.

Chuck inszenierte eine Wiedervereinigung einiger Steptänzer von Hoofers Club in einer großen Tap Revival Aktion.

Er wirkte in den Dokumentarfilmen "No Maps On My Taps" und "About Tap" mit. Er war Professor of Dance an der George Washington University. Er trat beim Dance Umbrella Festival in Boston auf sowie auf dem Jazz Festival in Den Haag 1987. Er tanzte in dem Musical "Black and Blue" und war erst kürzlich mit Victor Cuno auf Tournee. Er ist Mitglied der Steptanzgruppe "The Hoofers", die u.a. auf Jazzfestivals auftreten. Chuck Green lebt heute in New York City und unterrichtet hin und wieder.

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Bunny Briggs

Bunny Briggs ist 1922 in New York City geboren. Er begann mit dem Showgeschäft wie tausend andere Jugendliche seiner Zeit: Tanzen auf den Straßen Harlems. Er wurde von Lucky Roberts entdeckt. Bunny verbrachte die nächsten Jahre seines Lebens tanzend mit dem "Black Society Orchestra" unter der Leitung von Lucky Roberts. Sie traten auf Privatgesellschaften, Yachten und bei der High Society von Amerika auf. Später tanzte er mit vielen berühmten Big Bands. Einen Abend mit Earl Hines, den nächsten mit Count Basie oder Charlie Barnet. Es war einfach für ihn, bei jeder beliebigen Band mitzuwirken, da seine Art zu steppen auf Improvisation aufgebaut war. Was auch immer der Stil der Musik war, er versah die Nummer mit Brillanz und musikalischem Witz.

Das Tanzen mit der Earl Hines Big Band brachte die Verbindung zum modernen Jazz (Dizzy Gillespie und Charlie Parker spielten in dieser Band), und half ihm, seinen eigenen Stil auszuarbeiten.

Er verband "Paddle and Roll" Schritte mit Pantomime: wie ein Pferd galoppierend über die Bühne oder so tun, als hätte er einen schmerzenden Rücken etc.

In den sechziger Jahren lernte er Baby Laurence kennen, mit dem er zusammen bei verschiedenen Big Bands auftrat. Bunny Briggs und Baby Laurence tanzten zusammen beim Newport Jazz Festival 1963 und im Herbst 1956 arbeitete Bunny noch manches Mal mit Duke Ellington.

Er tanzte in dem Musical "My One and Only" und in dem Film "Tap" mit Gregory Hines. Er tanzte auch in dem Musical "Black and Blue", das mehrmals Europa tournierte.

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Nicholas Brothers

Von 1923 bis 1936 war das heißeste Nachtlokal der Cotton Club in Harlem, New York City, an der Ecke 142 St. und Lenox Avenue. Wenn man weiß war, war das der Ort, an dem man sein mußte. Seit er 1923 seine Pforten öffnete, hatte der Club stetigen Erfolg, der auf einem simplen Rezept aufgebaut war: eine wilde Revue der größten schwarzen Künstler, Tänzer, Sänger, Schauspieler und Jazzorchester. Nur Weiße durften die Show sehen, und auf der Bühne waren nur Schwarze zu sehen.

Und da war auch ein Act zu sehen, der jede Nacht herausragte: zwei kleine Jungen, genannt "Nicholas Brothers". "Diese Jungen konnten tanzen!" Harold war gerade 8 Jahre alt und Fayard 14 Jahre. Gekleidet in Zylinder und Frack, tanzten sie elegant und dann wieder explosiv mit Sprüngen und akrobatischen Einlagen. Ihre Nummern erweiterten sie mit Gesang und durchchoreographierten Arrangements. Sie spielten bis 1939 im Cotton Club, der in diesem Jahr seine Tore für immer schloß. Die Brüder bekamen von da an Engagements in Hollywood und sind in über 50 Filmen zu sehen. Der Inbegriff ihrer Arbeit ist in dem Film "Stormy Weather" (1934) zu sehen.

Die Brüder tanzten in Nachtclubs, Konzerten, Broadway Shows, in Hollywood und auf Tournee durch Südamerika, Afrika und Europa.

Von 1958 bis 1964 gingen sie getrennte Wege. Harold blieb in Paris, und Fayard tourte als Solist durch die Staaten und Mexiko. Wieder zusammen, tanzten sie in Las Vegas und später in Filmen und im Fernsehen, u.a. in der Sammy Davis Jr. Show.

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Baby Laurence

Im Herbst 1961 gab Laurence Jackson, besser bekannt als Baby Laurence, in der New School in New York eine Demonstration, wie Steptanz eine neue Dimension zum Jazz hinzufügte. Er sagte: "Steptanz ist wie Jazzmusik. Der Tänzer drückt sich dadurch aus, indem er sein eigenes Solo improvisiert."

Dann zeigte er, wie King Rastus Brown mit seinem flachen Stil tanzte, wie Bill Robinson alles auf den Spitzen tanzte und Eddie Rector Eleganz und John Bubbles die rhythmische Komplexität hinzufügte. Zum Abschluß improvisierte er selbst ein "Konzert in Perkussion", wie er es nannte. Seine Stärke lag in seinen Füßen.

Baby Laurence wurde 1921 in Baltimore geboren. Als er zum erstenmal nach New York kam, sang er schon, im Alter von 11 Jahren, in der Don Redman Band. Nach Baltimore zurückgekehrt mußte er feststellen, daß seine Eltern bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen waren. Von da an lebte er bei seiner Tante und ging wieder in die Schule. Nach einiger Zeit verließ er seine Tante und ging wieder nach New York, geradewegs in den Hoofers Club.

Er hatte viele Auftritte und verdiente nicht schlecht in dieser Zeit. Er tanzte in den 30er und 40er Jahren mit allen bekannten Bands.

Von Anfang an war Baby vor allem an den Klängen interessiert, die er mit seinen Taps produzieren konnte. Er tanzte sein Solo wie ein Schlagzeuger ein Solo spielt und ignorierte die elegante Seite des Steptanzes.

Als 1945 die kleinen "Bop Bands" beliebt wurden, änderte auch Baby seinen Stil. Zum erstenmal in der Geschichte des Jazz wurde die Art, Schlagzeug zu spielen, komplizierter als Steptanz. Steptänzer konnten ab 1945 nur wenig dazu spielen, und oftmals kamen sie in Konflikt mit dem Schlagzeuger.

In diesen Tagen sang Baby mit Art Tatum’s Gruppe. "Jedesmal, wenn ich Art spielen hörte, hatte ich den verrückten Impuls, meine Füße so schnell zu bewegen wie seine Finger über das Piano flitzten." Nebenan spielte Charlie Parker und Baby studierte seine Rhythmik. "Ich denke, meine Art zu tanzen wurde mehr von Art Tatum und Charlie Parker beeinflußt als von irgendeinem Tänzer. Während ich tanzte, summte ich Parker’s Solo und versuchte, rhythmische Abläufe dazu zu kreieren."

"Bop Drumming" entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter und Baby hatte keine Probleme damit.

Baby Laurence war mehr ein traditioneller Hoofer als ein Bühnentänzer. Obwohl er ein Gefühl für Ballettdrehungen hatte, tanzte er nicht über die ganze Bühne, sondern blieb mehr oder weniger auf einer Stelle. Auch lag ihm nichts daran, ein schönes Bild darzustellen. Er konzentrierte sich auf seine Fußarbeit und entwickelte eine Komplexität an Klängen.

1962 hatte er ein "Comeback" beim Newport Jazz Festival und tanzte hin und wieder bis zu seinem Tod im Jahre 1974.

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Dr. James "Buster" Brown

Buster ist leider gestorben und wird von der Tap Dance Community weltweit sehr vermisst! Mehr zu einen späteren Zeitpunkt...


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Gregory Hines

Gregory ist leider gestorben und wird von der Tap Dance Community weltweit sehr vermisst! Mehr zu einen späteren Zeitpunkt...


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Zusammenfassung: Robert Collins, 1995; Dringend notwendiger Überarbeitung: 23 November, 2004

Die Informationen über die Geschichte und die Persönlichkeiten des Steptanzes sind aus folgenden Büchern entnommen und aus dem Englischen frei übersetzt:
- "Tap", von Rusty E. Frank
- "Showtime at the Apollo", von Ted Fox
- "Jazz Dance", von Marshall und Jean Stearns
- "Black Dance", von Lynne Fauley Emery

 

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